DAS PROJEKT WORLD CREATION
WORLD CREATION Haydns Schöpfung weltweit
am 31. Mai 2009
Am Sonntag, 31. Mai 2009 jährte sich der Todestag Joseph Haydns zum 200. Mal. Als Haydn 1809 friedlich in seiner Wohnung in Wien Gumpendorf entschlief, lag die Welt um ihn im Krieg. Napoleons Truppen standen vor Wien, es herrschte Belagerungszustand. Der zwei Wochen nach Haydns Ableben zelebrierte Gedenkgottesdienst in der Wiener Schottenkirche wurde jedoch zu einem Triumph und Beispiel wie die Kunst über Nationen hinweg vereinen kann: Österreichische und französische Offiziere standen Schulter an Schulter Spalier zu Ehren von Joseph Haydn, dem bedeutendsten Komponisten seiner Zeit.
WORLD CREATION Die Schöpfung weltweit
Mehr als 200 Jahre später galt es Haydns Todestag feierlich zu begehen. Die Haydn Festspiele Eisenstadt haben aus diesem Anlass das Projekt WORLD CREATION initiiert: Rund um den Erdball erklang am 31. Mai 2009 Haydns berühmtest Oratorium Die Schöpfung. Orchester und Chöre auf der ganzen Welt wurden dazu eingeladen, sich an diesem weltumspannenden Aufführungsprojekt zu beteiligen. Keine andere Komposition ist für diese Form der Präsentation besser geeignet, als Haydns Schöpfung, ein Schlüsselwerk der musikalischen Weltliteratur. Wenn mit dem ersten Choreinsatz in unterschiedlichsten Ländern und Kontinenten die Geburt unserer Welt gefeiert wird und dann das im Fortissimo vorgetragene Es werde Licht erkling, ist dies sowohl symbolische Apotheose des Genies, als auch ein Fest für die Macht der Musik.
Die weltweite Präsentation der Schöpfung sprengte den lokalen Rahmen einer Gedenkfeier auch zeitlich. In der Überwindung von räumlichen und zeitlichen Grenzen durch die alles vereinende Musik Joseph Haydns, wurde dessen universale Bedeutung in die global vernetzte Gegenwart übersetzt. Meine Sprache versteht man durch die ganze Welt, hat Haydn selbst betont. Wir können uns sicher sein: Er hätte sich sehr über diese WORLD CREATION gefreut.
Dr. Walter Reicher, Intendant
Haydn Festspiele/Haydn2009
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