1.TAG | 2.TAG | 3.TAG Land und Meer, die Pflanzen | 4.TAG | 5.TAG | 6.TAG | 7.TAG
Nr.6 Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser  |  Nr.7 Rollend in schäumenden Wellen  |  Nr.8 Und Gott sprach: Es bringe die Erde Gras hervor
Nr.9 Nun beut die Flur das frische Grün  |  Nr.10 Und die himmlischen Heerscharen  |  Nr.11 Stimmt an die Saiten
sujet Tag 3
4. Bild

Nr. 8
GABRIEL (SOPRAN): REZITATIV
Und Gott sprach: Es bringe die Erde Gras hervor, Kräuter, die Samen geben,
und Obstbäume, die Früchte bringen ihrer Art gemäß, die ihren Samen in
sich selbst haben auf der Erde; und es ward so.

4. Bild

In Nr. 8 wird Gen. I. 11 zitiert: Gott lässt aus der Erde die Pflanzen hervorgehen, nämlich Gras, Kräuter und Obstbäume. In Nr. 10 paraphrasiert der Textdichter dieses Genesis-Wort, wie es schon Psalm 104 tut, und fügt, auf Verse Miltons zurückgreifend, Blumen, Hain und Wald hinzu, um dem Komponisten mehr Bilder zu bieten. In dem Vers »Hier sproßt den Wunden Heil« deutet sich an, dass »Wunden« und damit Leid in der neuen Welt nicht ausgespart bleiben werden, dass aber das »Heil« jederzeit nahe ist.

Nr. 8
GABRIEL (SOPRAN): REZITATIV
Und Gott sprach: Es bringe die Erde Gras hervor

Ein Kommentator, der die Stellung des unwichtigen Wortes »sich« auf schwerem Taktteil kritisiert, übersieht den taktfreien Vortrag des Rezitativs.

Quelle: FEDER, Georg: Joseph Haydn Die Schöpfung (Kassel 1999), Verlag Bärenreiter


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