1.TAG | 2.TAG | 3.TAG | 4.TAG | 5.TAG | 6.TAG Alle Tiere des Landes, den Menschen | 7.TAG
Nr.21 Und Gott sprach: Es bringe die Erde hervor  |  Nr.22 Gleich öffnet sich der Erde Schoss  |  Nr.23 Nun scheint in vollem Glanze der Himmel
Nr.24 Und Gott schuf den Menschen  |  Nr.25 Mit Würd' und Hoheit angethan  |  Nr.26 Und Gott sah jedes Ding
Nr.27 Vollendet ist das große Werk (I)  |  Nr.28 Zu dir, o Herr, blickt alles auf  |  Nr.29 Vollendet ist das große Werk (II)
sujet Tag 6
10. Bild
Nr. 24
URIEL (TENOR): REZITATIV
Und Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbilde. Nach dem Eben-
bilde Gottes schuf er ihn. Mann und Weib erschuf er sie. Den Athem des
Lebens hauchte er in sein Angesicht, und der Mensch wurde zur lebendigen
Seele.

10. Bild
Nr. 24 wählt aus den Versen Gen. I. 26–29, die von der Erschaffung des Menschen als Mann und Weib berichten, nur den Vers I. 27 aus und verbindet ihn mit einem Teil von Vers II. 7. Die Sätze, die von der Berufung des Menschen zur unbeschränkten Herrschaft über alle Pflanzen, alle Tiere und über die ganze Erde berichten, bleiben fort – was die heutige Generation, der die Erhaltung der Natur am Herzen liegt, nur begrüßen kann.

Nr. 24
URIEL (TENOR): REZITATIV
Und Gott schuf den Menschen

Es ist dem Textdichter hoch anzurechnen, dass er die Erschaffung des Menschen, was ein Kommentator zu bedauern scheint, »nahezu trocken rezitativisch« mitteilt und die Schilderung des Menschen der folgenden, »mehr lyrischen als beschreibenden« Arie vorbehalten hat.

Quelle: FEDER, Georg: Joseph Haydn Die Schöpfung (Kassel 1999), Verlag Bärenreiter


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